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DEBOLSILLO

Gespräch in der Kathedrale

Gespräch in der Kathedrale

Unsere Rezension

Mario Vargas Llosa ist, wie andere Autoren seiner Generation, wie Gabriel García Márquez, nicht leicht zu lesen. Einige seiner Bücher, wie dieses, erfordern Zeit und Ruhe, um sie zu genießen. Es ist komplex, aber sehr interessant. Wenn Sie ein Buch suchen, das Sie nicht gleichgültig lässt und mit dem Sie einige Stunden Ihrer Zeit verbringen können, ist dieses perfekt.

Alles beginnt mit der berühmten Frage: „Wann zum Teufel ging Peru den Bach runter?“ Dies ist die Frage, die „Gespräch in der Kathedrale“, eines der Meisterwerke der spanischsprachigen Literatur, antreibt. Aus einem zufälligen Treffen in einer Bar wird das lange Gespräch zwischen dem Sohn eines Unternehmers und dem ehemaligen Chauffeur seines Vaters zur Autopsie eines ganzen Landes.

Durch ein faszinierendes Mosaik aus Erinnerungen und überkreuzten Dialogen deckt Vargas Llosa Korruption, Familiengeheimnisse und zerbrochene Leben unter einer Militärdiktatur auf. Es ist ein anspruchsvoller und kraftvoller Roman über die Enttäuschung einer Generation und die Art und Weise, wie die Mittelmäßigkeit der Macht alles infizieren kann. Eine unvergessliche Lektüre, um zu verstehen, wie die Geschichte eines Landes in den Leben seiner Menschen geschrieben wird.

Details zum Buch

Inhaltsangabe

Mitte der 60er Jahre trifft Santiago Zavala, ein Journalist, der dem bürgerlichen Leben seiner Familie entsagt hat, zufällig auf Ambrosio, den ehemaligen Chauffeur seines Vaters. Beide betreten eine Bar namens „La Catedral“ und rekonstituieren im Laufe eines langen Gesprächs fragmentarisch die Jahre der Diktatur von General Odría (1948-1956). Durch ihre Erinnerungen und die anderer Charaktere webt der Roman ein Netz, das alle Schichten der Limenischen Gesellschaft verbindet und eine Verschwörung von Korruption, Intrigen und Verbrechen enthüllt, die Santiagos Familie direkt betreffen.

Über den Autor

Mario Vargas Llosa (Arequipa, 1936 - 2025) war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Literatur. Als Doktor der Philosophie und der Literatur drückt sein Werk ein festes Engagement für die soziale und politische Realität Lateinamerikas aus. Er war Autor grundlegender Romane wie Die Stadt und die Hunde oder Das Fest des Ziegenbocks. Seine Karriere wurde 2010 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 1993 erwarb er die spanische Staatsbürgerschaft und trat ein Jahr später in die Real Academia Española ein, wobei er auch den Premio Miguel de Cervantes erhielt.

Technische Daten

  • Seiten: 736

  • Autor: Mario Vargas Llosa

  • Verlag: Debolsillo

  • Einband: Taschenbuch

  • Ausgabe: 2015

  • ISBN: 9788490625620

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